
- Radsport
- Betreuung
- Hotels
- Mieträder
- Verkauf Mieträder
- Damenwochen
- Lauftraining
- Yoga-Training
- Radwandern
- Küstenklassiker
- Radsportshop
- Preise
- Ermäßigungen
- Allgemeine Infos
- Partnerlinks
- Jobangebote
- Presse
- Videos


Die Saison 2004 verlief sehr erfolgreich für Gerolsteiner. Ihr habt 32 Rennen gewonnen und die Saison in der Mannschaftswertung
auf dem 3. Platz abgeschlossen. Sind diese guten Resultate für die kommende Saison noch zu steigern?
Nun wird es 2005 den Weltcup nicht mehr geben. Unsere großen Ziele werden die Pro-Tour Rennen sein. Danilo Hondo wird bei den
Klassikern ein Wort mitreden. Dass er dazu fähig ist, hat er in der vergangenen Saison oftmals bewiesen. Davide Rebellin wird bei den
Ardennen Klassikern wieder um den Sieg fahren. Seine Serie mit Siegen bei der Fleche Wallone, Amstel Gold Race sowie Lüttich-Bastogne-
Lüttich war einmalig und wird schwer zu wiederholen sein. Andere große Ziele werden die Tour und der Giro sein. Die Mannschaft
wurde mit Levi Leipheimer bezüglich der Rundfahrten verstärkt. Wir sind alle hoch motiviert, ob wir die Resultate von 2004 jedoch
nochmals steigern können, wird sich zeigen.
Gerolsteiner hat mit Levi Leipheimer einen Spezialisten für die großen Rundfahrten verpflichtet. Was traust du ihm bei
der Tour oder beim Giro zu?
Wir können die Tour nun mit einer Doppelspitze angehen. Vergangene Saison musste Georg Totschnig alleine in den Bergen klar kommen. Nun
können wir ähnlich wie T-Mobile mit Ullrich-Klöden mit einer Doppelspitze agieren. Der eine hat den anderen an der Seite, was
in den Bergen sehr wichtig ist. Da beide eigentlich auf dem gleichen Niveau fahren können, muss man abwarten, was sich daraus ergibt. Es
kommt natürlich auch darauf an, wie die Vorbereitung abläuft, es kann viel passieren. Ein Sturz oder eine Erkältung und
alles sieht anders aus. Ich traue Georg in diesem Jahr einiges bei der Tour zu. Sein 7. Platz in der Gesamtwertung, vor allem jedoch sein 3.
Platz am Plateau de Beille in den Pyrenäen, waren großartig und haben gezeigt, wozu er fähig ist.
Auch du bist 2004 zum ersten Mal bei der Tour dabei gewesen. Wie hast du die Tour de France erlebt?
Anfangs hatte ich viel Respekt vor diesem Rennen. Durch die euphorischen Fans am Straßenrand fällt vieles einfacher. Da kommt es
schon mal vor, dass Kräfte in einem freigesetzt werden, an die man bei anderen Rennen nicht rankommt. Die Tour ist nun mal das
größte Rennen, dementsprechend wird auch gefahren. Meiner Meinung nach ist eine Tour-Etappe härter als ein Weltcup-Rennen.
Bei der Tour geht es von Anfang an richtig zur Sache.
Bist du denn zufrieden mit deiner Leistung gewesen?
Ja, ich bin voll zufrieden gewesen. In bin oftmals in Ausreißergruppen vertreten gewesen und habe mich gezeigt. Sollte ich dieses Jahr
dabei sein, werde ich mit den gewonnenen Erfahrungen versuchen etwas mehr daraus zu machen. In den Bergen habe ich keine großen
Probleme gehabt, bin nie in Bedrängnis, was das Zeitlimit betraf, gekommen. Vor allem habe ich mich in der letzten Woche noch recht gut
gefühlt.
Wie siehst du deine Chancen 2005 am Start der Tour zu stehen?
Im erweiterten Kader bin ich drin, mal schauen, ob es reicht mich für unser Tour-Team zu qualifizieren.
Wie siehst du deine Saison 2004? Bist du mit deinen Leistungen und Resultaten zufrieden?
Für mich war es auf jeden Fall die längste Saison. Die beiden ersten Jahre bin ich behutsam aufgebaut worden und wurde noch
geschont, wo es nur ging. Im vergangenen Jahr bin ich viele Weltcup-Rennen, sowie die Tour gefahren. Habe insgesamt 31.000 Kilometer
zurückgelegt, wovon 15.000 Rennkilometer gewesen sind. Ich habe 2004 einen richtigen Leistungsschub bekommen. Der Etappensieg und der
Sieg in der Gesamtwertung bei der Hessenrundfahrt waren die Krönung meiner Saison.
Welche Ziele hast du dir für die Saison 2005 gesetzt?
Ich möchte weiterhin ein guter Helfer bleiben und wenn sich die Chance ergibt, auf Sieg fahren. Wir haben bei den meisten Rennen 1-2
Kapitäne an Bord und ich werde mich wie gewohnt für diese opfern. Wenn ich mal grünes Licht bekomme, versuche ich
natürlich Rennen zu gewinnen. Diesbezüglich habe ich mein Training umgestellt, um bessere Resultate zu erzielen als in der
Vergangenheit. Ich möchte bei einigen Rundfahrten, die nicht länger als 10 Tage dauern, glänzen. Um dies zu erreichen muss
ich mich jedoch in den Bergen verbessern, dies ist zurzeit mein schwacher Punkt. Beim Zeitfahren verliere ich kaum etwas auf die Besten.
In diesem Jahr wird zum ersten Mal die Pro-Tour gefahren. Wie siehst du diese neue Regelung?
Die Pro-Tour ist bestimmt eine gute Sache. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Ganze jedoch noch nicht ausgereift und vollkommen durchdacht. Die
Mannschaften müssen einen Kader von wenigstens 25 Fahrern haben. Unser Team kann die kommenden Wochen nicht an der Katar-Rundfahrt oder
an der Mallorca-Rundfahrt teilnehmen. Dies kommt daher, weil bei nicht Pro-Tour Rennen nur die Hälfte des Fahrerfeldes aus Pro-Tour
Mannschaften bestehen darf. Nun sind wir gezwungen weitere Trainingslager durchzuführen. Wenn man nicht mit den besten Fahrern am
Start eines Rennens erscheint, nehmen die Veranstalter verschiedener Rennen Mannschaften wie Gerolsteiner oftmals gar nicht auf. Wir
können auch nicht immer nur mit Rebellin oder Hondo antreten. Unsere Kapitäne brauchen auch ihre Ruhephasen. Hier müssen
verschiedene Regelungen überarbeitet werden und einige Reglements abgeändert werden.
Wie sieht dein Programm für die nächsten Wochen aus?
Da wir noch keine Rennen fahren können, geht ein Teil unserer Mannschaft für 2 Wochen in ein Höhentrainingslager nach
Teneriffa. Ein anderer Teil kommt wieder nach Mallorca. Meine Saison startet mit der Algarve-Rundfahrt, dann folgt Almeria,
Tirreno-Adriatico und die belgischen Rennen wie Het-Volk und Brüssel-Kurne.
Sebastian, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen viel Erfolg für die kommende Saison.
Ich bedanke mich für das entgegengebrachte Interesse.
Ciao Seppel
Weitere Informationen über Sebastian Lang findet ihr unter www.Sebastian-Lang.de