Andy SchleckWas war dein schönstes Rennerlebnis in der Saison 2006?
Meine beiden Etappensiege bei der Sachsen-Tour. Die Deutschlandrundfahrt war ebenfalls ein tolles Erlebnis. Hier habe ich täglich viel Arbeit für meinen Leader Jens Voigt verrichtet, ansonsten wäre ein besseres Resultat in der Gesamtwertung möglich gewesen. Die Tour de Suisse, die ich zum ersten Mal bestritt, war auch ein tolles Erlebnis.

Und dein negativstes Rennerlebnis in der vergangenen Saison?
Als ich mir im April in Frankreich nach einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen habe. Ende Saison litt ich unter einer Gürtelrose, sodass ich meine Saison früher als geplant beenden musste.

Wo hast du die letzten Monate dein Wintertraining absolviert?
In Luxemburg.

Welches sind deine Ziele für 2007?
Ich werde mit dem Giro meine erste große Rundfahrt fahren. Wir haben keinen Leader, sodass ich wohl bei den Bergetappen testen kann, ob ich mit den besten mithalten kann. Wenn ich unter die ersten 20 in der Gesamtwertung käme, wäre ich zufrieden. Bei Paris-Nizza möchte ich ebenfalls ein gutes Resultat einfahren. Nach der ersten Bergetappe werden wir wissen, wer unser Leader sein wird den ich dann voll unterstützen werde.

Andy SchleckWie siehst du die Zukunft von Jan Ullrich?
Das ist schwer zu sagen. Sollte er moralisch wieder auf der Höhe sein, den Kopf wieder frei haben und eine Mannschaft finden, kann er nochmals zurückkommen.

Wer sind für dich die Tour Favoriten für 2007?
Alejandro Valverde, Alexander Vinokourov, Ivan Basso, Carlos Sastre und mein Bruder Fränk.

Welche sind deine Lieblingsrennen?
Die Tour de Suisse, die ich dieses Jahr wohl nicht fahren werde. Die Lombardei-Rundfahrt liegt und gefällt mir ebenfalls gut. Die kommenden Monate werde ich Amstel-Gold Race, Lüttich-Bastogne-Lüttich und den Wallonischen Pfeil erstmals unter die Räder nehmen. Von der Topografie dürften die Rennen mir gut liegen. Ich hoffe, dass die nächsten Jahre die Tour de France ebenfalls zu meinen Lieblingsrennen gehören wird.

Wie wichtig ist privates Glück für einen Rennfahrer, bzw. wie verbindet ein Radprofi das Rennfahrerleben mit dem Familienleben?
Ich bin ja noch ein Teenager mit meinen 21 Jahren! Habe noch keine Kinder, nach denen ich schauen muss. Meine Familie ist mir wichtig. Ich bin immer wieder froh, wenn ich zu irgendwelchen Andy SchleckRennen kann. Genauso froh bin ich auch, wieder wenn ich wieder nach Hause kann. Oftmals habe ich ja meinen Bruder bei den Rennen dabei.

Was hat ein Rennfahrer während eines Etappenrennens immer im Koffer?
Viel Musik, ein I-Pod und eine Playstation.

Welcher Radfahrer ist dein Vorbild?
Alejandro Valverde und mein Bruder Fränk.

Was denkst du nach der Rennfahrerkarriere zu tun?
Frührentner…………………….

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