Sebastian LangWas war dein schönstes Rennerlebnis in der Saison 2006?
Der definitive Gewinn des Bergtrikots bei der Deutschlandtour, sowie die Flucht über 155 km bei der Deutschlandtour mit Erik Zabel.

Und dein negativstes Rennerlebnis in der vergangenen Saison?
Paris-Nizza. Hier habe ich mir bei einer Regenetappe das Gesäß aufgerieben. Die Haut klebte förmlich am Leder meiner Radhose. Beim Ausziehen dieser riss ich die Haut vom Körper ab, so, dass ich drei Tage ohne Hose zu Hause rumlaufen musste, bis ich wieder Bekleidung an meinem Hintern vertragen konnte.

Wo hast du die letzten Monate dein Wintertraining absolviert?
Im Dezember in Deutschland auf dem Mountain-Bike. Im Januar 10 Tage in St.Moritz bein Ski-Langlauf. Im Januar/Februar 5 Wochen auf Mallorca.

Welches sind deine Ziele für 2007?
Ein Zeitfahren bei der Tour zu gewinnen oder ein Etappensieg bei einer grossen Rundfahrt. Bei der Weltmeisterschaft in Stuttgart möchte ich im Zeitfahren aufs Podium kommen.

Sebastian LangWie siehst du die Zukunft von Jan Ullrich?
Ich denke, dass er nochmals in den Rennsattel steigen wird. Ihm persönlich wünsche ich, dass er seinen Seelenfrieden finden wird.

Wer sind für dich die Tour Favoriten für 2007?
Alejandro Valverde und Alexander Vinokourov.

Welche sind deine Lieblingsrennen?
Außer Paris-Roubaix alle anderen Rennen. Hier bin ich bereits fünfmal am Start gewesen und noch nicht ins Ziel gekommen.

Wie wichtig ist privates Glück für einen Rennfahrer, bzw. wie verbindet ein Radprofi das Rennfahrerleben mit dem Familienleben?
Das private Glück ist das höchste Gut, das du als Rennfahrer besitzen kannst. Es ist sehr schwer beides miteinander zu verbinden. Es ist sehr wichtig für einen Rennfahrer, dass die Abstände, in denen man nicht zu Hause ist, nicht zu lange werden.

Was hat ein Rennfahrer während eines Etappenrennens immer im Koffer?
Ein gemeinsames Bild mit meiner Freundin sowie einen Glücksbringer.

Sebastian langWelcher Radfahrer ist dein Vorbild?
Miguel Indurain.

Was denkst du nach der Rennfahrerkarriere zu tun?
Das hängt davon ab, in welche Richtung der Radsport geht. Ich würde jedenfalls gerne in die Richtung Sportlicher Leiter gehen. Aber dafür muss der Radsport erstmal wieder auf seine Füße kommen.

Zurück zu den Interviews