Stephan SchreckNachdem Stephan Schreck vom T-Mobile Team bereits drei Mal an der Vuelta, sowie ein Mal am Giro d’Italia teilgenommen hatte, wurde er dieses Jahr zum ersten Mal für die bevorstehende Tour de France selektioniert.

Stephan, nun bist du vom T-Mobile Team zur Tour de France selektioniert worden. Was ist das für ein Gefühl zum ersten Mal am größten und wichtigsten Radrennen teilzunehmen?
Ich bin sehr glücklich dabei zu sein, ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Ich weiß jedoch auch, was auf mich zukommt. Einfach wird es auf keinen Fall.

Wann hast du erfahren, dass du dabei bist?
Während unseres Trainingslagers in den Pyrenäen hat mich Jan angesprochen und mir mitgeteilt, dass er mich in der Mannschaft für die Tour haben möchte. Seit dem Winter war ich in einem Kader von 15 Rennfahrern, von denen 9 für die Tour selektioniert werden sollten. Nachdem mein sportlicher Leiter Mario Kummer mir die Nachricht vor einigen Tagen überbracht hatte, war mein Glück perfekt.

Hattest du mit der Nominierung gerechnet?
Ja schon, ich hatte alles getan, um dabei zu sein. Die ersten Rennen der Saison bin ich gut gefahren. Bei Mailand-San Remo bin ich leider gestürzt und habe mir eine Verletzung an der Hand zugezogen, wodurch ich einige Wochen nicht wie gewünscht trainieren konnte. Dazu kam noch eine starke Grippe. Bedingt durch diese gesundheitlichen Probleme lief es bei den Frühjahrsklassikern nicht wie gewünscht. Ab Mai kam ich jedoch immer besser in Form und wurde nun belohnt.

Jan UllrichMit welchen Ambitionen fährst du zur Tour?
Wenn man in der gleichen Mannschaft wie Jan Ullrich fährt, kann man keine eigenen Ambitionen haben.

In anderen Worten: du wirst alles für Jan Ullrich geben?
Ja, auf jeden Fall. Jan ist der Kapitän und fährt zur Tour, um diese zu gewinnen. Ich werde meine gesamte Kraft und Energie für Jan hergeben und wünsche mir, dass er in Paris mit dem gelben Trikot auf dem Podium stehen wird. Das wäre das Größte für mich.

Du bist die Tour de Suisse an der Seite von Jan Ullrich gefahren, die er auf dem dritten Platz beendet hat. Wie steht es um seine Form?
Jan ist stark, gut in Form. Es fehlt nicht mehr viel bis zur Höchstform. Schließlich bleiben ihm fast noch zwei Wochen, um den letzten Feinschliff vorzunehmen. Man sollte nicht vergessen, dass Jan in der letzten Tourwoche am besten in Form ist. Er ist dieses Jahr nicht, wie im vergangenen Jahr, um den Gesamtsieg bei der Tour de Suisse gefahren. Es sollte für ihn ein Test sein, wo er genau steht. Und dieser Test ist sehr zu seiner Zufriedenheit ausgefallen.

Team T-MobileWie siehst du den wohl stärksten Gegner von Jan Ullrich, Lance Armstrong? Es wird darüber spekuliert, dass er dieses Jahr nicht die gleiche Form hält wie die vergangenen Jahre?
Lance Armstrong wird in top Form zur Tour kommen, um diese zu gewinnen. Er verfügt über ein eingespieltes Team, das viel Erfahrung mit sich bringt. Seine Mannschaft ist sehr stark, das haben sie die letzten Jahre oftmals bewiesen.

Eine letzte Frage, wer wird die diesjährige Tour gewinnen?
Jan Ullrich, wer denn sonst.

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