Benuît JoachimNationalität: Luxemburger
Wohnsitz: Foetz, LUX
Grösse: 188 cm
Gewicht: 77 kg
Profi seit: 1999
» Zum Interview Joachim beginnt mit der Saison 2002 seine vierte Saison als Profi und seine vierte Saison beim USPS Team.

Prolog Luxemburg 7 km
Heute war ich bestimmt der motivierteste Fahrer des gesamten Feldes. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, für mich als Luxemburger hier bei der Tour zu starten. Vor dem Prolog hat es geregnet und ich musste um 16.20 Uhr bei nasser Strasse auf die Strecke. Leider bin ich dann auch gestürzt und habe ein tiefes Loch im Knie. Mal schauen wie stark die Schmerzen morgen sein werden. Ich hoffe jedoch, dass es nicht zu schlimm wird und ich die Tour ohne Probleme weiterfahren kann. Morgen werden die Mannschaften von Laurent Jalabert und Erik Zabel bestimmt versuchen unterwegs Zeitgutschriften zu sammeln, sowie auf den Etappensieg zu fahren und nochmals Zeitgutschriften im Ziel zu sammeln. Wir werden das Trikot natürlich nicht von Anfang an mit aller Konsequenz verteidigen wollen. Die kommenden Wochen kommt noch genügend Arbeit auf uns zu. Wir werden lediglich das Feld kontrolliern, um bei nicht allzuhohem Kraftaufwand das Trikot eventuell zu behalten. Ich hatte mir natürlich im eigenen Lande für die erste Etappe einiges vorgenommen. Durch meinen Sturz sowie dadurch, dass wir nun das gelbe Trikot in der Mannschaft haben, müssen wir einfach mal abwarten was der morgige Tag ergibt.

1. Etappe Luxemburg-Luxemburg 195 km
Die heutige Etappe war durch viele Stürze gekennzeichnet. Dies ist jedoch bei einer grossen Rundfahrt während den ersten Etappen normal. Die ersten beiden Stunden sind wir gemütlich durch die Gegend gefahren. Danach haben viele Fahrer angegriffen, wodurch sich das Tempo natürlich erhöht hat. Die letzten 50 km der Etappe wurden sehr sehr schnell gefahren. Heute war es ein richtig hartes Finale. Die schwere Streckenführung hat auch noch einiges dazu beigetragen. Unglaublich wie viele Zuschauer heute unterwegs an der Strecke standen. Dies kann nur positive Auswirkungen für die Zukunft haben, was einen weiteren Tour de France Start in Luxemburg angeht. Mein Sturz von gestern macht mir doch zu schaffen, dabei hatte ich heute nicht die allerbesten Beine. Ich habe eine tiefe Wunde am linken Knie die jeden Tag behandelt wird. Ich gehe mal davon aus, dass die Wunde am Knie mich die kommenden 3-4 Tage behindern wird. Aber Hauptsache ich kann das Rennen fortsetzen. Ansonsten sind alle Teamkollegen gesund und munter. Heute haben wir das Leadertrikot wieder verloren. Dies ist gar nicht mal schlecht für die nächsten Tage. Somit können wir noch Kräfte sparen für die kommenden Wochen. Ich gehe davon aus, dass das gelbe Trikot morgen Abend auf den Schultern von Laurent Jalabert sein wird.

2. Etappe Luxemburg-Saarbrücken 181 km
Heute bin ich zum ersten Male in einer Attacke mitgefahren. Ich bin mit insgesamt 14 weiteren Fahrern ausgerissen. Unsere Fahrt an der Spitze hat jedoch nur ca. 10 km gedauert, bevor wir wieder eingefangen wurden. In Luxemburg haben wir die Ortschaft durchquert, in der ich lebe. Leider konnte ich nicht absteigen, um meine Fans und Freunde zu begrüssen, dafür war das Feld zu dem Zeitpunkt bereits zu schnell unterwegs. Leider bin ich heute auch wieder gestürzt und dazu auch noch auf mein bereits lädiertes linkes Knie. Dieser weitere Sturz fordert natürlich den positiven Heilungprozess meines Knies nicht. Für mich wird es jetzt die kommenden Tage wieder ruhiger werden. Als Luxemburger stand ich natürlich die vergangenen Tage bei der luxemburgischen Presse und Fernsehen im Mittelpunkt. Die Strecke in Deutschland ist sehr hügelig gewesen. Eigentlich kamen wir dadurch, dass das Rennen ständig schnell gefahren wurde, nie zum Erholen. Die Mannschaft von Rubens Bertogliati hat das Rennen ständig kontrolliert. Das Team Telekom hat sich zeitweilig auch an der Führungsarbeit beteiligt, doch hat es für sie nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Wie immer wurden die letzten 40-50 km wieder in einem Wahnsinnstempo zurückgelegt. Um Kräfte zu sparen, mischte ich im Massenspurt nicht mit und lief zeitgleich mit dem Feld ein. Heute machten mir die vielen Zuschauer an der Strecke einige Male Angst. Es war stellenweise richtig gefährlich.

3. Etappe Metz-Reims 174,5 km
Heute wurde von Anfang an zügig gefahren. Nach 6 km sind Jacky Durand und Franck Renier ausgerissen. Einen Tag vor dem wichtigen Mannschaftszeitfahren, wollte natürlich keine Mannschaft der Favoriten auf den Gesamtsieg unnötig Körner verpulvern. Die Fahrer von Telekom und Lotto haben die meiste Zeit für Tempo gesorgt. Am Ziel wurden die beiden Mannschaften mit dem Etappensieg sowie dem gelben Trikot belohnt. Unterwegs bließ der Wind relativ stark, sodass oftmals Windkante gefahren wurde. Heute waren weniger Zuschauer an der Strecke, daher war die Fahrt auch weniger gefährlich als am Vortag. Mein Knie macht mir, trotz intensiver Behandlung, nach wie vor zu schaffen. Ich gehe davon aus, dass es noch ca. eine Woche dauern wird bis ich wieder komplett beschwerdefrei sein werde. Morgen steht mit dem Mannschaftszeitfahren eine erste wichtige Standortbestimmung für alle Mannschaften auf dem Programm. Dieses Zeitfahren wird verdammt hart werden. Deshalb lege ich mich jetzt gleich mal aufs Ohr.

4. Etappe Epernay-Chateau-Thierry 67, 5 km
Heute morgen wurde mein Zimmerkollege Floyd Landis und ich um 08.00 Uhr geweckt, und begaben uns sofort zum Frühstück. Da wir einen eigenen Koch dabei haben, kann sich jeder von uns wünschen was er essen möchte. Die meisten von uns bestellen Müsli, Brot, Reis und Omelett zum Frühstück. Danach war geplant, dass wir die Strecke nochmals gemeinsam abfahren. Da es jedoch in Strömen regnete, haben wir darauf verzichtet und entschieden uns länger warm zu fahren. Gegen 12.00 Uhr haben wir nochmals gegessen. Ich habe Reis und Omelett gegessen. Um 13.30 Uhr fuhr der Mannschaftsbus uns zum Start des Zeitfahrens. Dort haben wir uns von 14.15 – ca. 15.40 Uhr warm gefahren. Um 15.45 wurden wir dann auf die Strecke geschickt. Ich hatte heute in den Anstiegen einige Probleme. Mein linkes Knie bereitet mir immer noch Probleme, es wird jedoch von Tag zu Tag besser. Ich bin meistens eine Übersetzung von 55×11 gefahren, an den Anstiegen habe ich auf eine kleinere Übersetzung hochgeschaltet. Auf der geraden Strecke sind wir ständig um 55km/h gefahren. Als ich nach der Ankunft mein Tachometer angeschaut habe, bemerkte ich, dass die Höchstgeschwindigkeit am heutigen Tag 87 km/h betrug. Lance Armstrong liegt bestens im Rennen. Er hat nur sieben Sekunden Rückstand auf das gelbe Trikot. Die kommenden Tage sind die Sprinter sowie die Teamkollegen von diesen wieder gefragt. Bestimmt werden auch viele Fahrer längere Ausreißversuche starten um eine Etappe zu gewinnen. Ich bin auf den 20. Platz in der Gesamwertung nach vorne gefahren. Dies ist jedoch für mich nicht von allzu großer Bedeutung. Sobald Lance das gelbe Trikot übernimmt heist es für mich sowieso nur noch für ihn arbeiten. Dann ist die Gesamtwertung für mich völlig unbedeutend.

5. Etappe Soissons-Rouen 195 km
Am heutigen Tag sind wir mit einem 46er Schnitt ins Ziel gekommen. Gleich nach dem Start gab es Ausreißversuche, wodurch wir von Anfang an richtig schnell gefahren sind. In der ersten Rennstunde legten wir 48 km zurück. Trotz des schnellen Tempos war es für uns eine angenehme Etappe. Noch müssen andere Mannschaften die Hauptarbeit verrichten. Wir waren trotzdem sehr auf der Hut, da sändig ein leichter Seitenwind blies. Dies ist nicht ungefährlich, in solchen Situationen muß unsere Mannschaft sich ständig im ersten Drittel des Feldes aufhalten, um böse Überraschungen zu vermeiden. Heute sind wir durch viele Dörfer gefahren und oftmals auf schmalen Strassen unterwegs gewesen. Die Stürze auf der heutigen Etappe haben es wieder bestätigt, dass man auch bei den Flachetappen sehr vorsichtig sein muß. Ich lief mit dem Hauptfeld im Ziel ein. Die Stimmung in der Mannschaft ist bestens, sämtliche Fahrer sind gesund und munter.

6. Etappe Fourges – les -Eaux – Alencon 199,5 km
Der heutige Tag war fast identisch mit dem Vortag. Nach 13 km fuhr der erste Ausreißer dem Feld davon, später sprangen ein paar andere Fahrer nach. Die ersten 130 km wurden wiedermals sehr schnell gefahren und es gab zahlreiche Attacken. Immerhin kamen wir mit einem 46er Schnitt ins Ziel. Auch wenn dies vielleicht leicht aussieht, abends tun einem die Beine doch weh. Ich bin heute wieder mit dem Hauptfeld eingelaufen, ohne mich in den Sprint einzumischen. Die Mannschaften Telekom, Lotto, Once und Mapei haben den Ausreißern nie zuviel Vorsprung zugelassen und den Abstand ständig kontrolliert. Somit war es auf den letzten 40 km einfacher für diese Mannschaften,wieder an die Ausreißer heran zu fahren. Das Wetter war nicht besonders gut gewesen. Leider gab es anfangs der Etappe auch mal wieder einige Regenschauer. Wie fast jeden Tag gab es auch wieder Stürze im Feld. Ein Alessio Fahrer mußte das Rennen nach einem Sturz aufgeben. Rick Verbrugghe von Lotto war nach seinem Sturz vom Vortag heute nicht mehr am Start. Das Problem besteht darin, dass man sehr schnell in so einen Sturz verwickelt ist und viel Zeit verlieren kann. Unser Hotel war heute nicht vom allerfeinsten. Dies ist jedoch nicht so tragisch, da unser Koch uns immer wieder mit herrvoragendem Essen verwöhnt.

Bagnoles-Avranches 176 km
Die heutige Etappe glich den beiden Etappen der vorherigen Tage sehr stark. Das Rennen läuft fast täglich identisch. Ab dem Start gibt es zahlreiche Attacken, bis sich irgendwann eine Gruppe abgesetzt hat. Wie jeden Tag gab es heute auch wieder zahlreiche Stürze. Leider waren einige von uns in die Stürze verwickelt. Lance Armstrong hat heute 27 Sekunden auf den Leader verloren. Dies wäre wirklich nicht nötig gewesen. Ausserdem sind Georg Hincapie und Roberto Heras gestürzt. Beide haben jedoch nur Hautabschürfungen. Didier Rous mußte sogar aufgeben, Moreau, Jalabert und der Weltmeister Oscar Freire sind auch dabei gewesen. Ich hatte auf der heutigen Etappe gute Beine, bin jedoch am Schluß im Gewühl hängengebliegen und mußte kurz vom Rad runter. Dadurch bin ich vom 20. auf den 35. Platz in der Gesamtwertung zurückgefallen. Dies ist jedoch ab kommenden Mittwoch nicht mehr wichtig. Wenn man den ganzen Tag unter den 20-30 Besten im Hauptfeld fahren will, muß man sich gewaltig anstrengen. Hier wird fast ständig mit 50 km/h gefahren und man muß ständig seinen Platz verteidigen. Dies kostet natürlich Kraft und Nerven.

8.Etappe Landelles-Plouay 217 km
Und wieder eine Etappe wo es nach 2 km richtig los ging. Ein Fahrer hat attackiert, einige andere sind nachgesprungen und schon fuhren wir ständig mit 50 km/h durch die Gegend. Die Franzosen haben sich heute an ihrem Nationalfeiertag besonders hervorgetan. Für sie ist es etwas besonderes, am 14. Juli zu gewinnen. Nach den beiden ersten Stunden sind wir einen 49er Schnitt gefahren. Im Ziel sind wir mit einem 47er Schnitt angekommen und dies bei einer Etappe von 217 km ! Das war für einige bereits ein Zeitfahren vor dem morgigen Zeitfahren. Wir sind die letzten 15 km an der Spitze des Feldes gefahren, um eventuelle Stürze zu vermeiden. Am Anfang des Rennens sind wir auch mal mit der Mannschaft an der Spitze gefahren, um eine Gruppe einzuholen. Ansonsten war der Tag eher ruhig für uns. Oscar Freire war heute nach seinem gestrigen Sturz nicht mehr am Start. Unserer Mannschaft geht es gut. Lance ist bestens drauf, lediglich Roberto Heras mußte heute während des Rennens mal zum Tourarzt um sich behandeln zu lassen. Ich gehe morgen um 14.34 Uhr an den Start des Zeitfahrens, und werde es gemütlich angehen lassen. Schließlich muß ich die letzten 10 Tage der Tour alles für Lance geben.

9.Etappe Lanester-Lorient 52 km
Heute habe ich es ruhig angehen lassen. Für Mannschaftshelfer wie mich, sind dies Gelegenheiten Kräfte für die kommenden Tage zu sparen. Natürlich muß man immer darauf achten, dass man im Zeitlimit bleibt. Der Sieger des Zeitfahrens fährt mit einem 50er Schnitt. Somit ist es angebracht, mit einem 45-46 er Schnitt ins Ziel zu kommen. Heute habe ich 6′ 24“ Sekunden auf den Sieger verloren. Ich habe heute morgen um 09.30 Uhr gefrühstückt, und um 11.00 Uhr nochmals etwas warmes gegessen. Gegen 13.00 Uhr bin ich im Startbereich gewesen und habe gegen 14.00 Uhr mit dem Aufwärmen auf der Rolle begonnen. Ich bin jedoch nur ca. 15 Minuten gefahren, ich wollte die Beine vor dem Zeitfahren nochmals ein wenig drehen. Diejenigen, die die heutige Etappe voll gefahren sind, haben heute morgen nochmals 50 km trainiert. Ohne eine zusätzliche Ausfahrt am Morgen, ist am Nachmittag ein gutes Resultat ausgeschloßen. Lance hat das gelbe Trikot heute noch nicht übernommen. Dies ist gar nicht mal so schlimm, somit können wir noch Kräfte sparen für die letzte Tourwoche. Am Freitagabend, nach der zweiten Pyränäen Etappe, werden alle Favoriten auf den Sieg, sehen wo sie stehen. Morgen um 10.00 Uhr fliegen wir nach Bordeaux. Viel lieber wären wir gleich nach dem Rennen geflogen. Dann wäre der morgige Tag etwas ruhiger gewesen. Unser Material und unsere Autos werden bereits heute nacht nach Bordeaux gebracht. Somit haben die Mechaniker und Pfleger Zeit, um alles vorzubereiten bis wir dort ankommen.

Ruhetag in Bordeaux
Für uns hieß es heute um 08.30 Uhr aufstehen. Der Flug war für 10.00 Uhr geplant, es wurde jedoch eine halbe Stunde später, so , dass wir gegen 11.20 Uhr in Bordeaux landeten. Da unser Hotel nur einige Kilometer vom Flughafen entfernt liegt, saßen wir bereits um 12.00 Uhr auf den Rädern. Wir haben ca. 70 km auf dem Rad zurückgelegt bevor wir wieder in unserem Hotel eintrafen. Gegen 15.00 Uhr haben wir gemeinsam gegessen. Danach wurden wir alle ausgiebig massiert. Später stand noch eine Pressekonferenz auf dem Programm. Einige von Euch wollten wissen, wie sich unser Team während der Tour zusammensetzt. Bei der Tour haben wir 4 Mechaniker dabei, für das Mannschaftszeitfahren kam noch ein fünfter dazu. Neben unseren beiden sportlichen Leitern und unserem Koch, sorgen 5 Masseure, ein Arzt sowie ein Chiropraktiker für unser Wohl. Der frührere Schweizer Berufsfahrer Jörg Müller ist als Pressesprecher bei uns tätig.

10. Etappe Bazas-Pau 147 km
Die heutige Etappe verlief genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. Heute war eine der letzten Möglichkeiten für die Sprinter oder für eine Ausreißergruppe, um eine Etappe zu gewinnen. Und genauso ging es los. In der ersten Stunde hatten wir 54 km zurückgelegt, danach hat sich alles wieder beruhigt. Schließlich kamen wir mit einem Schnitt von 49 km/h ins Ziel. Obwohl die Etappe schnell gefahren wurde, war es für mich persönlich einer der lockersten Tage überhaupt. Da ich keine Arbeit verrichten mußte, bin ich nur im Feld mitgefahren. Dazu hatte ich wirklich gute Beine. Einige Fahrer haben heute ihr letztes Pulver verschossen und werden in den Bergen aussteigen. Morgen kommen dann endlich die Berge für Lance. Mal schauen wie das Rennen verlaufen wird. Vielleicht wird er ja erst am Freitag angreifen. Morgen wird eher ein Test für viele Fahrer werden. Aber angreifen wird er ganz bestimmt, dass kann ich Euch versichern.

11. Etappe Pau-La Mongie 158 km
Der heutige Tag war ein großartiger Tag für unsere Mannschaft. Es lief alles so wie wir es heute morgen bei der Mannschaftsbesprechung beschloßen hatten. Lance hat die Etappe gewonnen und das gelbe Trikot übernommen. Besser hätte es nicht kommen können. Er hatte erst am letzten Berg richtig gute Beine. Auch wenn er nicht die allerbesten Beine hat, fährt er trotzdem locker die Pässe hoch. Jetzt haben wir natürlich eine hervorragende Ausgangsposition für die verbleibenden Etappen. Ich bin am Anfang der Etappe in einer Ausreißergruppe mitgefahren. Ich wurde jedoch von meinem sportlichen Leiter zurückgepfiffen, um die anderen Mannschaftskollegen zu unterstützen. In der Steigung zum Col d’Aubisque habe ich für Tempo gesorgt. Als ich dann den Anschluß an das Feld verlor, dachte ich mir, dass ich in der Abfahrt wieder ins Feld hinein fahren könnte. Dies war jedoch nicht der Fall, da das Feld in der Abfahrt und auf dem flachen Teil vor dem Schlußanstieg, zu schnell unterwegs war. Desweiteren gab es viele Stürze auf der Abfahrt. Natürlich wollte ich kein Risiko eingehen und bin vorsichtig in der Abfahrt gefahren. Ich bin mit einer Gruppe 20 Minuten nach Lance ins Ziel gekommen. Hier bin ich in Gesellschaft von Olano, Bortolami, Udo Bölts, Steffen Wesemann, Danilo Hondo, Stuart O’Grady und weiteren Fahrern gewesen. Man merkte, dass wir in der Nähe der spanischen Grenze gewesen sind. Am letzten Berg hat es nur so von spanischen Anhängern gewimmelt. Jetzt geht es ins Bett. Morgen früh stehen die Nudeln um 07.45 Uhr auf dem Tisch..

12. Etappe Lannenezan-Plateau de Beille 199, 5 km
Und wieder ein Tag wo alles nach Plan für uns lief. Wir haben das Rennen den ganzen Tag über kontrolliert. Sicherlich haben wir heute die anderen Siegesanwärter mit unserer geschloßenen Mannschaftsleistung beeindruckt. Bis in den Fuß des letzten Anstiegs, war unsere Mannschaft komplett um Lance versammelt. Hätte er auf der Ebene zwischen dem vorletzten und letztem Pass, nur noch einen, oder zwei Helfer an seiner Seite gehabt, hätte man ihn bestimmt angegriffen. Als die Gruppe von 10 Fahrern mit Jalabert ausgebrochen war und um die fünf Minuten Vorsprung hatte, haben wir uns ins Zeug gelegt, damit der Vorsprung nicht zu sehr anwächst um diesen ständig zu kontrollieren. Rubiera und Roberto Heras haben dann die Arbeit am letzten Berg für Lance verrichtet. In meinen Augen waren der erste Pass des Tages (Col de Mente), sowie der Schlußanstieg zum Plateau de Beille die schwersten Teilstücke. Ich bin heute zeitweise mit einer Übersetzung von 39×23 während den Anstiegen gefahren. Der letzte Pass war auf den ersten 10 km steil, die letzten vier km waren etwas flacher. Hierdurch konnten die guten Roller Santiago Botero und Igor Gonzalez de Galdeano den Rückstand auf Lance etwas verringern. Wahrscheinlich ist dies auch der Grund gewesen, warum Roberto Heras nicht von Beloki weg kam als er ihn attackiert hat. Die letzten km waren Roberto nicht steil genug. In den steilen Rampen ist Roberto unwiderstehlich. Ich bin 24 Minuten nach Lance in einer Gruppe mit Erik Zabel, Abraham Olano, Rolf Aldag, Udo Bölts und einigen von meinen Mannschaftskollegen ins Ziel gekommen. Ich habe am Fuße des letzten Anstieges losgelassen und bin gemütlich hochgefahren. In solchen Situationen heist es Kraft sparen für die kommenden Tage. Nach der Ankunft habe ich mich umgezogen und bin mit dem Rad ins Tal gefahren. Dort hat der Bus auf uns gewartet, um uns ins Hotel zu bringen. Lance kam mit dem Hubschrauber vom Plateau de Beille ins Hotel. Morgen wird es von der Strecke wieder einfacher,was jedoch nicht heisen will, dass wir weniger Arbeiten müßen.

13. Etappe Lavelanet-Beziers 171 km
Der größte Gegner von allen Fahrern war heute die Hitze. Ich habe während der heutigen Etappe 11 Flaschen leer getrunken. Ich weiß gar nicht wie oft wir heute zum Mannschaftswagen gefahren sind, um neue Flaschen abzuholen. Wir sind während 160 km mit fünf Fahrern an der Spitze des Feldes gefahren, um Tempo zu machen. Neben Lance, bleiben Roberto Heras und Chechu Rubiera auf den Flachetappen von der Arbeit verschont. Neben der starken Hitze hat uns ständig der Wind ins Gesicht geblasen und uns alles abverlangt. Als sich erstmal die Ausreißergruppe gebildet hatte, haben wir den Abstand nur noch reguliert damit er nicht zu groß wird. Heute Abend habe ich mich nach der Massage mal wieder von unserem Chiropraktiker behandeln lassen. Dies war nach den anstrengenden Pyrenäen- Etappen notwendig.

14. Etappe Lodeve-Mont Ventoux 221 km
Der heutige Tag war verdammt schwer für mich. Ich hatte wirklich schlechte Beine. Der Ruhetag kommt wie gerufen. Morgen kann ich mich wieder regenerieren und Kräfte sammeln für die kommenden Alpen-Etappen. Dazu kam noch die starke Hitze. Ich bin der Meinung, dass es heute noch heißer als gestern war. Bei dieser starken Hitze steigt die Körpertemperatur der Fahrer an. Aus diesem Grunde, haben bei der heutigen Etappe viele Fahrer Wasser über den Kopf oder das Gesicht geschüttet, um die Körpertemperatur wieder zu senken. Ich habe heute sicherlich 13-14 Flaschen während der Etappe getrunken. Wir bekamen bei unserer Arbeit, Unterstützung durch Rabobank und CSC Tiscali. Somit mußten wir nicht andauernd alleine an der Spitze des Feldes fahren. Am Fuße des Ventoux habe ich dann Tempo rausgenommen und bin gemütlich mit einer Gruppe hochgefahren. Bei der Ankunft, hatten wir einen Rückstand von 26 Minuten auf Virenque. Am Mont Ventoux waren haufenweise luxemburgische Radsportfans anwesend. Ich habe einige luxemburgische Fahnen gesehen, andere haben mich angefeuert oder meinen Namen auf die Strasse geschrieben. Lance hat seinen Vorsprung auf die Verfolger ausgebaut. Nun braucht er nur keine Zeit mehr auf die Verfolger zu verlieren, und wir haben das Ding in der Tasche. Roberto Heras hat heute genau wie ich nicht die besten Beine gehabt. Lance ist jedoch die letzten Kilometer auch ohne seine Hilfe klargekommen. Nach der Etappe hatten wir einen Transfer von 60 km zu unserem Hotel zurückzulegen. Hier bleiben wir morgen auch am Ruhetag. Für morgen ist eine lockere Ausfahrt angesagt, danach Massage, Essen und viel viel Ruhe.

Ruhetag in Saint-Paul La Croix
Heute morgen haben wir alle mal wieder richtig ausgeschlafen. Die nächsten Tage müssen wir wieder früh genug aufstehen.Die meisten Fahrer haben Besuch von ihrer Familie oder ihren Ehefrauen bekommen. Die Familie von Lance ist auch anwesend. Man merkt es ihm an, dass er sehr glücklich ist, wenn seine Familie in seiner Nähe ist. Wir haben unser gemeinsames Training gegen 11.00 Uhr begonnen und haben 82 km zurückgelegt. Das Wetter ist ausgezeichnet gewesen. Ein wenig Wind und Temperaturen um die 30°C. Nach dem Training stand ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm und anschließend eine ausgiebige Massage für jeden. Nach den Anstrengungen der letzten Tage war heute wirklich ein wunderbarer Tag. Unser Hotel, wo wir untergebracht sind, ist ausgezeichnet. Vor zwei Jahren bei der Tour sind wir auch bereits hier abgestiegen, dieses Jahr beim Dauhiné-Libéré ebenfalls. Der Besitzer des Hotels kennt uns alle und wir fühlen uns sehr wohl bei ihm. Wir sind auch die einzige Mannschaft der Tour die hier untergebracht ist. Jetzt kommen nochmals vier schwere Bergetappen auf uns zu. Am Freitagabend haben wir dann hoffentlich das Gröbste hinter uns gebracht und können die beiden letzten Etappen ruhig angehen.

15. Etappe Vaison-le-Romaine-Les Deux Alpes 226,5 km
Heute stand die längste Etappe der Tour auf dem Programm. Insgesamt hatten wir sieben Bergwertungen zu bewältigen.Zum Glück, war es heute nicht mehr so warm wie die beiden letzten Etappen. Heute Morgen haben wir uns von Robin Williams verabschiedet. Er ist ein Freund von Lance, und hat uns die beiden letzten Tage begleitet. Nach einigen Kilometern gab es bereits die ersten Attacken, so dass wir in der ersten Stunde bereits 48 km zurückgelegt hatten. Dazu kam, dass die Strecke nicht mal flach war. Nach einigen Kilometern mußten wir bereits einen Berg der dritten Kategorie hochfahren. Als die Ausreißer genug Vorsprung hatten, hat keiner mehr versucht nachzuspringen, worauf das Rennen sich beruhigt hat. Wir haben die Ausreißer fahren lassen, da niemand dabei war der Lance gefährlich werden konnte. Wir haben vom Anfang der Etappe bis zum Col d‘ Ornon mit 4 Fahrern unserer Mannschaft Tempo gemacht. Ich habe unten zum Aufstieg nach Deux-Alpes abreißen lassen und 25 Minuten bis ins Ziel verloren. Egal, meine Arbeit war getan. Ich bin den ganzen Tag bis zu 39×23 an den Aufstiegen gefahren. Am Ende der Etappe, als ich bereits sehr müde war und nicht mehr sonderlich konzentriert gewesen bin, habe ich einen Schlencker vom rechten Strassenrand auf die linke Seite gemacht. Hinter mir kam ein Fahrer den ich nicht gesehn hatte und dieser ist auf mich geprallt und gestürzt. Zum Glück hat er sich nicht verletzt. Durch die Hitze die letzten Tage, sind meine Füße geschwollen, so dass mein dicker Zeh am Schuh gescheuert hat.. Heute Morgen vor dem Start haben wir meinen Schuh aufgeschnitten, damit ich beim Pedalieren nicht behindert werde. Da wir morgen auch hier wieder starten, mußten wir nach dem Rennen nicht ins Tal zum Hotel fahren. Unser Hotel liegt einen Kilometer von Start und Ziel entfernt. Morgen kommt eine sehr schwere Etappe auf uns zu. Ich gehe mal davon aus, dass Jalabert und Virenque nach dem Start zum Aufstieg des Galibiers attackieren werden. Falls dies so kommt, werde ich wohl gleich leiden müßen. Morgen früh kriegen wir Besuch von einem bekannten Mann. Morgen abend werde ich Euch verraten wer dies sein wird.

16. Etappe Les Deux-Alpes- La Plagne 179,5 km
Heute war wieder mal ein schwerer, aber erfolgreicher Tag für uns. Lance hat seinen Vorsprung auf über 5 Minuten auf Beloki ausgebaut. Wahnsinn, was Michael Boogerd heute geleistet hat. Um so etwas durchzustehen, muß man ein klasse Fahrer sein. Am Start ging es langsam weg. Andrea Tafi hat sich darum bemüht, damit wir den Galibier nicht zu schnell hochfahren. Denn sollte das Feld an so einem Tag wie heute, bereits nach einigen Kilometern auseinander gerissen werden, könnte es passieren, dass ein grosser Teil des Feldes nach dem Zeitlimit einläuft. Der letzte Bus mit ca.80 Fahrern lief nur 27“ vor dem Zeitlimit ein. Einige andere Fahrer wurden heute eliminiert, da sie das Zeitlimit überschritten hatten. Für mich stand heute wieder viel Arbeit auf dem Programm. Den Galibier bin ich noch mit dem Feld hochgefahren, um im Tal zum Madelaine zu arbeiten. In der Hälfte des Madelaines bin ich zusammen mit Erik Zabel abgehängt worden. In der Abfahrt, sind wir gemeinsam an eine Gruppe anderer Fahrer herangekommen. Nach und nach wurde die Gruppe immer größer. Wir sind 26 Minuten nach Michael Boogerd ins Ziel gekommen. In unserem Bus saßen u.a. Erik Zabel, Rolf Aldag, Fabio Baldato, Grischa Niermann und 4 weitere Fahrer unserer Mannschaft. Nach dem Rennen, sind wir nur noch einige Kilometer höher nach La Plagne in ein Hotel gefahren. Dies ist natürlich sehr angenehm für uns, nach dem Rennen schnell ins Hotel zu kommen, und sofort massiert zu werden. Heute sind noch weitere Mannschaften bei uns im Hotel. Heute morgen kam Prinz Albert von Monaco zu uns in den Mannschaftsbus. Er ist auch während der gesamten Etappe dabei gewesen

17. Etappe Aime-Cluses 142 km
Heute stand die letzte richtige Bergetappe mit 4 Pässen auf dem Programm. Das Rennen gestaltete sich gleich nach dem Start als sehr nervös. Nach einigen Kilometern gab es bereits die erste Etappe von Rolf Aldag. Beim Anstieg zum ersten Pass wurde dann gleich von allen Seiten attackiert. Die bisherigen Etappen haben doch viel Kraft gekostet, ich merke dies jeden Tag deutlicher. Alle Fahrer sind mittlerweile sehr müde. Ich bin die letzten Tage, morgens vor dem Start auch gar nicht mehr ins Tour-Dorf gegangen. Lieber bin ich mit den anderen Fahrern in unserem gemütlichen Mannschaftsbus geblieben. So hatte ich heute einige Male Schwierigkeiten, bei den Anstiegen zu den Pässen. Ich kam jedoch immer wieder ans Feld ran, so dass ich meine Arbeit für Lance doch noch verrichten konnte. Die Mannschaft von Rabobank ist heute viel für Levi Leipheimer gefahren, und hat uns bei der Führungsarbeit gut unterstützt. Am Anstieg zum letzten Pass des Tages, dem Colombiáre, habe ich dann definitiv losgelassen und bin mit einer Gruppe hochgefahren. Im Ziel hatte ich heute einen Rückstand von 16 Minuten. Unsere Gruppe ist die letzte Abfahrt vom Col de la Colombiáre zum Ziel nochmals richtig schnell runter gefahren. Ich habe kein Risiko eingehen wollen und bin gemütlich weitergefahren, so dass ich bis ins Ziel noch eine Minute auf diese Gruppe verloren habe. Heute habe ich unterwegs wieder viele luxemburgische Radfans am Streckenrand gehört und gesehen. Nach dem Rennen, hatten wir nochmals einen kurzen Transfer von ca. 40 km zum Hotel zurückzulegen. Heute sind wir in einem richtig tollen Hotel untergebracht. Ich habe einen schönen Blick auf den Mont Blanc von meinem Zimmer aus. Gestern habe ich 10 Sekunden Zeitstrafe bekommen, da ich mich zu lange an unserem Materialwagen beim Flaschen abholen, festgehalten hatte. Egal, es tut so gut wenn man kaputt ist und mal einige Sekunden vom Auto gezogen wird. Das Gröbste sollten wir nun hinter uns haben. Morgen gibt es nochmals einige Anstiege zu bewältigen. Hierbei steht auch nochmals ein Pass der ersten Kategorie auf dem Programm.

18. Etappe Cluses-Bourg-en-Bresse 176,5 km
Heute war ein wunderbarer Tag für unsere Mannschaft. Gleich am Anfang der Etappe gab es eine Ausreißergruppe. Einige Mannschaften haben noch versucht den Anschluß zu schaffen, jedoch leider vergeblich. Nun waren wir wieder an der Reihe. Wir sind die gesamte Etappe gemütlich vorne weg gefahren. Es war ein wirklich schöner, relaxer Tag für uns. Man hat gemerkt, dass bereits viele Fahrer an Paris gedacht haben. Natürlich sind auch alle Fahrer kaputt von den drei Wochen. Daher ist das gemütliche Tempo den allermeisten nur zu Recht gekommen. Die Strecke hat es jedoch mit sieben Steigungen nochmals in sich gehabt. Heute Abend durften wir sogar Eis essen und mehr Nachtisch als sonst. Da sieht man , dass es nun bei uns auch lockerer zugeht. Einige haben sich heute Morgen sogar Nutella aufs Brot geschmiert. Gestern war dies noch undenkbar gewesen. Wir sind wieder in einem guten Hotel untergebracht wo wir dieses Jahr bereits während dem Dauphiné – Libéré gewohnt haben. Am Sonntagmorgen fahren wir mit dem Zug Richtung Paris, um dort die letzte Etappe unter die Räder zu nehmen. Nun habe ich gerade vom Rücktritt von Kevin Livingston gehört. Bevor er zu Telekom gegangen ist, war er ja bekanntlich bei uns in der Mannschaft. Schade, denn Kevin ist ein toller Typ und ein ausgezeichneter Bergfahrer. Wenn er dieses Jahr in den Bergen nicht so stark gefahren ist wie in der Vergangenheit, hat dies sicherlich damit zu tun, dass er auf den Flachetappen bereits für Erik Zabel arbeiten mußte. Und hier lässt man ja auch einige Körner.

19. Etappe Regnie-Macon 50 km
Beim heutigen Zeitfahren bin ich locker bis ins Ziel gefahren. Trotz der schweren Strecke habe ich gute Beine gehabt. Vielleicht habe ich auch heute nur den Eindruck gehabt, dass meine Beine gut waren, weil ich mich nicht voll verausgabt habe. Lance hat die Etappe gewonnen, er wollte sie auch gewinnen. Er wollte die Tour nicht beenden, ohne ein Zeitfahren gewonnen zu haben. Nach dem Zeitfahren bin ich mit drei Mannschaftskollegen ins Hotel gefahren, wo wir an einer Eisdiele vorbei fuhren. Nach einer kurzen Beratung, haben wir angehalten und uns ein Eis gekauft. Dies mußte einfach sein. Nun haben wir unseren Job während mehreren Monaten, hundertprozentig in Bezug auf die Tour gemacht. Nach drei Wochen harter Arbeit waren wir der Meinung, dass wir uns ein Eis verdient hätten. Morgen früh fahren wir um 09.45 Uhr mit dem TGV nach Paris zum Start. Morgen nach der Etappe werden wir mal ausgiebig feiern. Aus diesem Grunde, melde ich mich erst am Montag Abend bei Euch mit den Eindrücken der letzten Etappe, sowie allem anderen.

20. Etappe Melun-Paris 140 km
Die letzte Etappe verlief wie jedes Jahr. Bis auf die Champs-Elysées wurde gemütlich gefahren. Wir haben nach einigen Kilometern sogar Sekt im Feld getrunken, und alle mit Lance auf den Sieg angestoßen. Auf den Champs-Elysées sind wir als erste Mannschaft eingebogen, haben noch während zwei Runden Tempo gemacht um den anderen Mannschaften dann die Arbeit zu überlassen. Nach der Siegerehrung, saßen wir alle während einer halben Stunde zusammen, bevor wir uns dann in unser Hotel begaben. Hier startete um 22.00 Uhr ein Gala Dinner für unsere Mannschaft. Insgesamt haben 250 Personen daran teilgenommen, u.a. der Amerikanische Botschafter aus Frankreich, Sponsoren und unsere Familien. Heute morgen habe ich mit meiner Freundin und meiner Mutter gemütlich im Hotel Kaffee getrunken, bevor wir uns auf den Weg nach Luxemburg machten.

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